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Cables 2017 Konferenz vom 07. bis 09. März 2017 in Köln
 
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Über 100 Jahre voller Herausforderungen


Am Anfang war die Hüttentonerde
 
Das Martinswerk wurde im Jahre 1913 als Tochtergesellschaft der Aluminium Industrie AG, aus der später die Alusuisse wurde, gegründet und nach dem damaligen Generaldirektor der AI AG, Martin Schindler, benannt. Der Zweck des Unternehmens war damals neben dem Verkauf von chemischen und metallurgischen Produkten vor allem die Produktion von Aluminiumoxid, auch Hüttentonerde genannt, für die Aluminiumhütten des Konzerns. Weil für das Produktionsverfahren große Mengen Dampfenergie benötigt wurde, fiel die Wahl des Standortes auf Bergheim in der Nähe von Köln, also direkt ins Zentrum des großen rheinischen Braunkohlenreviers.
 
Neue Chancen konsequent genutzt
 
Als in den 50er Jahren ein struktureller und technologischer Wandel abzusehen war, nutzte das Martinswerk die Chancen, die durch neue Märkte geboten wurden und begann, das Geschäft mit einfacher Tonerde um zusätzliche Produktlinien zu erweitern. Modifizierte Aluminiumoxid- und -hydroxid-Spezialitäten wurden entwickelt, die in wachsenden Märkten ihre Abnehmer fanden und das Martinswerk allmählich als kundenorientierten Dienstleister positionierte, der mit innovativen Produktentwicklungen Lösungen bietet.
 
Mit diesem Anspruch erfüllte das Werk die hohen Anforderungen vieler Industriezweige, die sich rasant entwickelten. Das Martinswerk konzentrierte mehr und mehr seine Forschung und Entwicklung, seine Produktion und auch seine Marktaktivitäten auf Produkte mit höherer Wertschöpfung in ausgewählten Märkten wie der Kunststoffindustrie, Papier- und Kartonindustrie, die Poliermittel-, Katalysatoren-, Adsorbentien-, Feuerfest- und Keramikindustrie, ohne sein weiterlaufendes Commodity-Geschäft zu vernachlässigen. In der Papierindustrie wurde Mitte der 80iger Jahre PERGOPAK, ein organisches Produkt, erfolgreich eingeführt. 1991 baute das Martinswerk eine PERGOPAK-Produktionsanlage auf dem Gelände der Casco-Nobel-Fabrik in Sundsvall, Schweden, um den gigantischen Rohstoffbedarf der skandinavischen Papierindustrie mit PERGOPAK in Form von Filterkuchen zu erfüllen. Zwischenprodukte aus Sundsvall bilden die Basis für neue PERGOPAK-Typen, die in Bergheim speziell veredelt werden und als Mattierungsmittel und Effektgeber in der Farben- und Lackindustrie im Einsatz sind.
 
Im Jahre 1990 ist das Martinswerk an der Gründung der MAGNIFIN Magnesiaprodukte Gesellschaft m.b.H. (MPG) in St. Jakob-Breitenau, Österreich, beteiligt. Die Gesellschaft produziert Magnesiumhydroxid, das viele Synergien mit der großen Bandbreite von Flammschutzfüllstoffen auf der Basis von Aluminiumhydroxid bildet und bedient einen Markt, der rapide wächst.
 
Dem Wandel erfolgreich begegnet
 
Der Erfolg des Martinswerks im Bereich der Spezialprodukte ist überragend: Das österreichische MAGNIFIN-Geschäft ergänzt die Aluminiumhydroxide der MARTINAL-Produktfamilie und macht das Martinswerk zum Weltmarktführer von halogenfreien und umweltfreundlichen Flammschutz-Füllstoffen für die Kunststoffindustrie. Zahlreiche Nischen des globalen Rohstoffgeschäftes vieler Industriezweige werden kompetent und erfolgreich bedient. Am Beginn der 90er Jahre sorgt der Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Osteuropa für ein Überangebot von Hüttentonerde und Commodity-Hydrat in den Westmärkten. Das Martinswerk - immer noch bedeutender Produzent einfacher Tonerde-Qualitäten - wird zum Angriffsziel zahlreicher Low-Cost-Produzenten.
 
Den Wandel nutzend, wechselt das Martinswerk vom Produzenten zum Abnehmer und konzentriert die gewachsene Kompetenz in den Ausbau seiner profitablen Produktlinien, die mittlerweile über 100 Spezialitäten umfassen. Die Produktionskapazitäten werden optimiert, das Qualitätsmanagement noch tiefer in die Organisation verankert, beträchtliche Summen in Forschung und Entwicklung investiert und der individuelle anwendungstechnische Kundenservice systematisch ausgebaut.
 
Im Jahre 2001 wurde Martinswerk von der Albemarle Corporation übernommen, einer Aktiengesellschaft mit vielfältigem Chemikalienportfolio.
 
Aufbruch in eine neue Zukunft
 
Am 01. Februar 2016 übernahm die J.M. Huber Corporation Martinswerk von der Albemarle Corporation. Die Produkte von Martinswerk sind nun Teil des strategischen Geschäftsbereichs (SBU) Fire Retardant Additive (FRA) von Huber Engineered Materials.
 
Die Übernahme von Martinswerk stellt eine strategisch hervorragende Ergänzung zu dem vorhandenem Produktportfolio dar, da Huber bereits seit über 30 Jahren ein verlässlicher Lieferant für flamm- und rauchhemmende Produkte ist und hochwertiges Aluminiumhydroxid (ATH), Magnesiumhydroxid (MDH) und molybdän-basierte Produkte herstellt, die eine Schlüsselposition im Huber-Produktportfolio einnehmen.
 
Huber Engineered Materials ist Teil der J.M. Huber Corporation, die ein Portfolio an Unternehmen mit Schwerpunkt Engineered Materials betreibt, dem Kerngeschäft der Gruppe. Im Jahre 1883 gegründet, ist Huber heute eines der größten Unternehmen im Familienbesitz der Vereinigten Staaten. Das diversifizierte, multinationale Unternehmen entwickelt Produkte für eine Vielzahl von Industrie- und Verbraucher-Anwendungen, u.a. in den Bereichen Mund-und Körperpflege, Lebensmittel, Getränke, Pharmazeutika und Baumaterialien.
 
Damit rüstet sich das Martinswerk für eine erfolgversprechende Zukunft, in der es mehr denn je darauf ankommt, mit kundenorientierten, innovativen Lösungen und hochqualifizierten Dienstleistungen auf international attraktiven Märkten führend zu sein.
 

 



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